|


Schwarzer Trauerfalter und Schwarzbrauner Trauerfalter
Die beiden Trauerfalter, die in Österreich im Osten (Wien, Niederösterreich und Burgenland) und im Süden (Südsteiermark und Südkärnten) vorkommen, gehören zur Familie der Edelfalter.
Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich laut Wikipedia von Süd-Ost-Europa über Asien bis nach Japan.
Beide mittelgroßen Tagfalter überwintern als Raupe, verpuppen sich im zeitigen Frühjahr und sind schon ab Mitte Mai bis in den Hochsommer hinein in unserem Naturpark im Bereich lichter Laub- und Mischwälder entlang von Waldwegen und in der Nähe von naturbelassenen Bächen zu sehen.
Im Gegensatz zu den Schwarzen Trauerfaltern, die nur eine Generation entwickeln, fliegen die Schwarzbraunen Trauerfalter in zwei Generationen.

Der Schwarze Trauerfalter weist auf der Flügeloberseite eine schwarze und auf der Unterseite eine dunkelbraune Grundfärbung auf. Die großen und kleinen weißen Flecken auf den Vorderflügeln, die weißen breiten Querbinden auf den Hinterflügeln, die durch die Adern unterbrochen sind, der weiße unterbrochene Flügelsaum und die vielen Schattierungen und ausgeprägten Aderzeichnungen perfektionieren das Kunstwerk. Als Draufgabe - im Gegensatz zu den meisten Schmetterlingen - befindet sich das schöne Kunstgemälde nicht nur auf der Flügelober- sondern auch auf der Flügelunterseite und ist sogar noch stärker ausgeprägt, weil alle weißen Zeichnungen mit schwarzen Rändern versehen sind. Die Raupen ernähren sich vom Laub des Spierstrauches.
In nicht zu dicht bebauten Landgemeinden können die Schwarzen Trauerfalter auf blühenden Sträuchern in den Ortskernen beobachtet werden.

Der Schwarzbraune Trauerfalter steigert das Perfekte seines Verwandten noch mit einem weißen schmalen Band auf den Vorderflügeln und einer zweiten weißen schmäleren Querbinde auf seinen Hinterflügeln auf der Oberseite und zusätzlichen weißen Streifen auf der Unterseite und läßt schon den "Asiaten" erkennen. Auf der hellbraunen Flügelunterseite sind die Umrandungen der weißen Zeichnungen nicht so ausgeprägt. Die Futterpflanzen der Raupen sind die Platterbsenarten und die aus Nordamerika stammenden Robinien, fälschlich Akazien genannt.
Die beiden Trauerfalter sind überaus geschickte, elegante Flugkünstler, die sich nur für kurze Zeit niederlassen und dadurch die "Arbeit" für jeden Fotografen nicht gerade erleichtern. Die beste Zeit zum Fotografieren ist die Aufwärmphase in den Vormittagsstunden, in der sie mehrere Sekunden dauernde Sonnenbestrahlungseinheiten auf Zweigen von Sträuchern und jungen Bäumen, auf Brombeer- und Himbeerblättern und auf Totholz an offenen Waldrändern einlegen. Der ständige Sitzplatzwechsel ist nicht beabsichtigt sondern vorprogrammiert und macht das Fotografieren interessanter und zu einem Zeit füllenden Hobby. Viel Spaß!
Text und Fotos: Franz Lex,
Ez az e-mail cím védett a spamkeresőktől, engedélyezni kell a Javascript használatát a megtekintéshez
|