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Eichhörnchen Drucken E-Mail

Eichhörnchen gehören wie seine großen Verwandten, die Murmeltiere, zu den wenigen Säugetieren, die bei Tag aktiv sind. Da sie längst nicht mehr nur in Wäldern, sondern auch in Parks und Gärten zu Hause sind, sind die putzigen Tiere fast allen Menschen bekannt und werden von Groß und Klein geliebt.

Den ganzen Herbst über hat das Eichhörnchen mit größtem Eifer reife Hasel- und Walnüsse, Eicheln und Bucheckern einzeln im Boden vergraben oder in größeren Mengen in Baumhöhlen und unbenutzten Nestern versteckt. Diese kalorienreichen Samen braucht es als Wintervorrat, denn das Eichhörnchen hält keinen echten Winterschlaf. Besonders unwirtliches Wetter verschläft es allerdings im warm ausgepolsterten Nest. Dieses Nest befindet sich meist im oberen Teil von Bäumen, häufig ist es an den Stamm angelehnt und in mehreren von hier entspringenden Zweigen verankert. Es besteht aus zu einer Kugel zusammengezogenen Zweigen, die einen Durchmesser von ca. 40 cm hat. Der viel kleinere Innenraum ist mit weichem Material wie Gras, Moos, aufgefaserter Rinde etc. ausgepolstert. Es hat zwei Eingänge.

 

Rechtzeitig zu Beginn der kalten Jahreszeit, in der zweiten Novemberhälfte, ist der Haarwechsel in das neue warme Winterkleid abgeschlossen. Lange Haarbüschel schützen jetzt die Ohren vor dem Frost, auch die Fußsohlen sind behaart und das Fell ist als ganzes länger und dichter. Der Schwanz ist fast doppelt so breit und dicht wie im Sommer. Beim Schlafen wird er wie eine Decke über den zusammengekauerten Körper gebreitet.

 

An schönen Wintertagen ist das Eichhörnchen putzmunter. Man kann es beim Fressen seiner Vorräte, aber auch beim Pflücken von Fichten- und anderen Nadelbaumzapfen beobachten. Diese werden im Maul zu einem sicheren Ort transportiert und zum Abnagen mit beiden Händen gehalten. Vom stumpfen Ende her werden die Deckschuppen abgebissen und die freigelegten Samen mit der Zunge aufgeleckt. Unter dem Fraßplatz bleiben die charakteristischen struppigen Zapfenspindeln und die Deckschuppen oft in großen Mengen liegen. Erregt schon der gute Appetit beim Verzehr der Zapfen beim Forstmann wenig Begeisterung, so ist das Abbeißen der Knospen von Endtrieben tatsächlich von forstschädlicher Bedeutung. Besonders gerne werden Fichten in der Wipfelregion von hungrigen Eichhörnchen "befallen", wodurch das Wachstum des Baums beeinträchtigt wird.

 

Da das Eichhörnchen längst nicht alle im Boden versteckten Nüsse findet, treiben diese im Frühjahr aus und entwickeln sich zu Jungbäumen. Auf diese Weise unterstützt das Eichhörnchen die Arbeit des Försters, indem es tatkräftig zur Waldverjüngung beiträgt.

Dr. Friederike Spitzenberger

 
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