Naturpark Raab
Kirchenstraße 4
8380 Jennersdorf
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Telefon: +43(0)3329-484 53
Naturpark Raab Slowenien
Naturpark Raab Ungarn

GRENZENLOSES ERLEBNIS


Dreiländereck / Felsöszölnök
Termine: werden noch bekannt gegeben
Start & Ziel: Bei der alten Zollhütte in Eisenberg (ca. 500 m nach dem Hotel „Das Eisenberg“, auf der linken Seite)

Den Begriff kennt wohl jeder, doch können Sie wirklich nachvollziehen, was der Eiserne Vorhang für die Bevölkerung bedeutete? Ein unüberwindbares Hindernis mitten in einer wunderbaren Landschaft. Es gab ein „herüben“ und ein „drüben“, aber kein Kontakt war möglich. Bis vor rund 20 Jahren sorgten Stacheldraht, Wachtürme und Minen auf ungarischer Seite dafür, dass die Grenze dicht war.
Durch den ungarischen Volksaufstand 1956 verschwand diese Grenze für kurze Zeit, mehr als 3000 Ungarn nutzten die Gelegenheit und flüchteten nach Österreich. Meist nur mit dem, was sie am Leib hatten. Erst seit Dezember 2007 ist es möglich, ohne Einschränkungen zwischen Österreich und Ungarn zu wandern.
Ausnahmen bestätigen die Regel – die „Große Buche“ stellt einen markanten Punkt entlang eines Schmugglerpfades dar. Allerlei Güter des täglichen Bedarfes wanderten innerhalb der Grenzdörfer zwischen Österreich - Ungarn und Österreich - Slowenien hin und her. Gerissene Schmuggler machten sich den strikten Dienstplan der Zöllner zunutze. Die Wachgänge funktionierten nach einen ständig gleich bleibenden Zeitplan. Außerhalb dieser Zeiten, während sich die Grenzbeamten im Zollhaus ausruhten, herrschte ein reger, unbeobachteter „Grenzverkehr“.


Grenzwegwanderung
Termine: werden noch bekannt gegeben
Start & Ziel: Gasthaus Holzmann in 8380 Neumarkt an der Raab

Der erste Weltkrieg hat hier zweifellos seine Spuren hinterlassen, aber auch im privaten Bereich ging es ganz schön blutrünstig zu. An eine grausige Tragödie erinnert die erste Station dieses Wanderweges, das Borovnjak-Kreuz. Der Gastwirt Borovnjak wurde im Auftrag seiner Gattin mit einer Hacke ermordet.
Wandern Sie weiter durch die malerische Landschaft des Naturparkes Raab. Kaum zu glauben, dass hier die nach dem ersten Weltkrieg gezogene Grenze Familien und Freunde, ja ganze Dörfer auseinander riss. Was einst zusammen gehörte, wurde plötzlich durch einen Stacheldrahtverhau getrennt – die Kehrseite der politischen Entscheidung, unter der die Bevölkerung sehr litt.
Wenn Sie heute die Grenze überschreiten, geschieht dies ganz unspektakulär. Ein Schritt, und Sie sind in einem anderen europäischen Land.
Der Anstieg zum Aussichtsturm am Jánoshegy in Ungarn ist gar nicht der Rede wert, die Aussicht hingegen atemberaubend. Genießen Sie den Rundblick über die sanft geschwungene Hügellandschaft Ungarns, weiter ins Burgenland und über die Riegersburg bis zum Stradner Kogel in der Steiermark.


Zeitpunkt: jeweils um 13:30 Uhr
Dauer: ca. 3-4 Stunden
Reisepass erforderlich


Der Witterung entsprechend gekleidet, ein gutes Schuhwerk und schon beginnt die erlebnisreiche Wanderung. Ein fachkundiger Tourguide vermittelt geschichtliches dieser bewegten Grenzregion. Mythen und Sagen ranken sich um den „Eisernen Vorhang“ entlang der grünen Grenze. Die wunderschönen „Altbauten“ in Felsöszölnök – mit Liebe restauriert – sind Relikte aus der Vergangenheit.
Ein Taschengeld, für einen eventuellen Einkehrschwung in Ungarn, wäre empfehlenswert.

Tourismusverband St. Martin an der Raab in Kooperation mit dem Naturpark Raab
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